ZAHLEN UND FAKTEN: DER SAARVV BEWEGT MENSCHEN

saarVV in Zah­len: Fahr­gä­ste, Mit­ar­bei­ter, Fahr­zeu­ge und mehr

14 kon­zes­sio­nier­te Ver­kehrs­un­ter­neh­men erbrach­ten in 2024 mit über 2.300 Mit­ar­bei­tern und ca. 770 Fahr­zeu­gen rund 43 Mio. Fahr­plan­ki­lo­me­ter. Die Zah­len sind Beleg für die Mobi­li­täts­si­che­rung durch den saarVV im Saar­land.

GESCHÄFTSJAHR 2024

  • Sta­bi­le Ent­wick­lung bei stei­gen­den Fahr­gast­zah­len: Das Jahr 2024 war für den saarVV von Kon­so­li­die­rung und ver­bes­ser­ten Kenn­zah­len in vie­len Berei­chen geprägt. Nach dem Auf­wärts­trend im Vor­jahr setz­te sich das Wachs­tum fort – mit deut­lich gemä­ßig­te­rer Dyna­mik. Der Ver­kehrs­ver­bund konn­te sowohl bei den Fahr­gast­zah­len als auch bei den Ein­nah­men posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen ver­zeich­nen. Vor allem die ver­stärk­te Nut­zung der bun­des­weit gültigen Abos, ins­be­son­de­re des Deutsch­land­tickets und der spe­zi­el­len Vari­an­te Jun­ge-Leu­te-Ticket, die so nur im Saar­land erhält­lich ist, präg­te das Nut­zer­ver­hal­ten maß­geb­lich.
  • Wäh­rend die klas­si­schen Bar­fahr­schei­ne rückläufig waren, stieg die Nut­zung digi­ta­ler und abon­nier­ter Ticket­mo­del­le an. Damit bestä­tigt sich der Trend hin zu dau­er­haf­ten Nut­zungs­ver­hält­nis­sen im ÖPNV. Gleich­zei­tig konn­ten auch geziel­te Tarif­maß­nah­men des Lan­des – etwa im Schüler- und Aus­bil­dungs­ver­kehr – ihre Wir­kung ent­fal­ten. Die Ent­wick­lung ver­lief in einem Umfeld sta­bi­ler Rah­men­be­din­gun­gen: kei­ne pan­de­mi­schen Ein­schrän­kun­gen, mode­ra­te wirt­schaft­li­che Erho­lung und kon­stan­te Ener­gie­prei­se.
  • Der saarVV konn­te sei­ne Rol­le als Motor nach­hal­ti­ger Mobi­li­tät wei­ter festi­gen. Dabei zeigt sich, dass Inve­sti­tio­nen in ein­fa­che, ver­ständ­li­che und kostengünstige Ange­bo­te die Attrak­ti­vi­tät des öffent­li­chen Ver­kehrs stei­gern – ins­be­son­de­re bei jüngeren Ziel­grup­pen. Für 2024 lässt sich ein zukunfts­ge­rich­te­tes Signal erken­nen: Der ÖPNV wird wei­ter­hin als ver­läss­li­che und attrak­ti­ve Mobi­li­täts­form im Saar­land wahr­ge­nom­men.

ent­wick­lun­gen 2024

Trends und Ana­ly­se:

Ent­wick­lung Ein­nah­men

  • Ein­nah­men stie­gen von 77,11 Mio. € (2023) auf 79,80 Mio. € (2024), ein Plus von rund 3,5 %
  • Kon­so­li­die­rung auf hohem Niveau nach der Einführung des Deutsch­land­tickets
  • Rückgang bei klas­si­schen Bar­fahr­schei­nen, wei­te­re Zunah­me bei Abon­ne­ments

 

Die Ein­nah­men im saarVV stie­gen im Geschäfts­jahr 2024 auf rund 79,80 Mio. Euro – ein mode­ra­tes Plus von etwa 3,5 % gegenüber dem Vor­jahr (77,11 Mio. Euro). Nach dem Ein­nah­mesprung in 2023 durch die Einführung des Deutsch­land­tickets hat sich das Niveau nun sta­bi­li­siert. Wäh­rend Bar­fahr­schei­ne einen Rückgang von 15,59 % zu 2023 ver­zeich­ne­ten, konn­ten Zeit­kar­ten im Aus­bil­dungs- und Jeder­mann-Bereich zule­gen. Stark ent­wickel­ten sich digi­ta­le und abon­nier­te Ange­bo­te.

Ent­wick­lung der Stückzahlen

  • Gesamt­zahl der ver­kauf­ten Fahr­kar­ten: ‑15,22 % gegenüber 2023
  • Zuwachs ins­ge­samt bei Jeder­mann-Zeit­kar­ten (+11,34 %) und Aus­bil­dungs­kar­ten (+12,2 %) gegenüber 2023
  • Rückgang bei Bar­fahr­schei­nen um ‑21,70 %

 

Im Ver­gleich zu 2023 ging die Zahl der ver­kauf­ten Fahr­kar­ten im Jahr 2024 um ‑15,22 % auf rund 5,15 Mio. Stück zurück. Haupt­grund dafür ist der Rückgang an Bar­fahr­schei­nen um ‑21,7 %. Der Trend hin zu Abos und Zeit­kar­ten wirkt sich nega­tiv auf die Gesamtstückzahlen aus. Zeit­kar­ten wur­den stär­ker nach­ge­fragt: Die Stückzahlen der Jeder­mann-Zeit­kar­ten stie­gen um 11,34 %, die der Aus­bil­dungs­kar­ten um 12,20 %. Die­se Ent­wick­lung ver­deut­licht eine zuneh­men­de Kun­den­bin­dung und ein wach­sen­des Ver­trau­en in lang­fri­sti­ge Nut­zungs­mu­ster. Ins­be­son­de­re die Attrak­ti­vi­tät des Deutsch­land­tickets för­der­te den Wech­sel von gele­gent­li­cher Nut­zung hin zu regel­mä­ßi­ger, abon­ne­ment­ba­sier­ter Mobi­li­tät im saarVV.

Ent­wick­lung beför­der­ter Per­so­nen

  • 2024: 84,19 Mio. Fahr­gä­ste, +9,46 % gegenüber 2023
  • Deutsch­land­ticket wei­ter­hin trei­ben­der Fak­tor für Nut­zung Ent­wick­lung aus­ge­wähl­ter Tickets
  • Deutsch­land­ticket bleibt domi­nie­rend Job­ticket auf Deutsch­land­ticket-Basis erfolg­reich Rückgänge bei Ein­zel­fahr­schei­nen

 

Die Anzahl der beför­der­ten Per­so­nen stieg im Jahr 2024 auf rund 84,19 Mio. – ein erneu­ter, deut­li­cher Zuwachs von 9,46 % gegenüber dem Vor­jahr (76,91 Mio.). Beson­ders auf­fäl­lig ist der kon­ti­nu­ier­li­che Anstieg der Fahr­gast­zah­len im Aus­bil­dungs­ver­kehr, was auf die star­ke Nach­fra­ge nach rabat­tier­ten Schüler- und Azu­bi-Tickets in Form des Jun­ge-Leu­te-Tickets zurückzuführen ist. Zudem zeigt sich, dass das Deutsch­land­ticket wei­ter­hin einen posi­ti­ven Ein­fluss auf das Mobi­li­täts­ver­hal­ten hat – auch bei Berufs­pend­lern. Die Zunah­me der Nut­zer­zah­len belegt den Trend zu einer ver­mehr­ten Inan­spruch­nah­me des öffent­li­chen Ver­kehrs als preis­wer­te und nach­hal­ti­ge Alter­na­ti­ve.

Ent­wick­lung aus­ge­wähl­ter Tickets

Die Ticket­land­schaft im saarVV wur­de auch 2024 stark vom Deutsch­land­ticket geprägt. Die­ses Ange­bot ver­dräng­te wei­ter­hin vie­le bis­her eta­blier­te Pro­duk­te wie Wochen- oder Monats­kar­ten. Ins­be­son­de­re das Jun­ge-Leu­te-Ticket blieb auf­grund zusätz­li­cher Lan­des­för­de­rung sehr gefragt. Das vor­he­ri­ge „klas­si­sche“ Job­ticket des saarVV wur­de nahe­zu voll­stän­dig vom Job­ticket auf Basis des Deutsch­land­tickets ersetzt. Bei Ein­zel­fahr­schei­nen zeig­te sich gene­rell ein deut­li­cher Rückgang. Ver­hält­nis­mä­ßig sta­bil blieb die Nach­fra­ge nach dem Fair-Ticket. Ins­ge­samt spie­gelt die Ticket­ent­wick­lung eine Ver­schie­bung hin zu flat­rate-basier­ten, digi­ta­len und überregional ein­setz­ba­ren Ticket­lö­sun­gen wider.